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„Den Dingen geht der Geist voran“

vortrag cw kinesiologie kongress iak 1

 

Die (R)Evolution beginnt im Geist – Gedanken werden Materie

Über das (Er-)Leben und den kreativen Umgang mit Gefühlen und Denkformen

 

Bewusstsein (lat. conscientia „Mitwissen“ und agr. συνείδησις syneidesis „Miterscheinung“, „Mitbild“, „Mitwissen“, συναίσθησις Mitwahrnehmung und φρόνησις von φρονεῖν bei Sinnen sein, denken) ist im weitesten Sinne die erlebbare Existenz mentaler Zustände und Prozesse.

 

Aristoteles sagt im ersten Satz seiner Metaphysik: „Alle Menschen streben von Natur aus nach Wissen.“ Sie streben nach Wissen, weil sie Leiden erfahren. Der Glückliche verweilt, er strebt nicht. Die Erfahrung des Leidens hat in der Geschichte des Denkens tiefe Spuren hinterlassen. Ist es doch nicht zuletzt das Nachdenken, das die Erstarrung im Anblick des Entsetzlichen in eine Bewegung auflöst, das Fragen stellt und Antworten sucht.

Und wer wollte nicht zu den Glücklichen gehören?

In der alltäglichen Lebenspraxis gehen wir selbstverständlich und eher unbewusst mit Gedanken um.

„ Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.“  „Das war mir nicht bewusst.“  Die deutsche Sprache drückt das konkret aus. Oft denken wir, ohne dass dieses Denken einem Bewusstsein entspringt, d.h., wir nehmen nicht über unsere Sinne gezielt wahr, welcher Gedanke wann, mit welchen Auswirkungen in unserem Kopf war.

Warum ist aber das „Gedanken machen“ und das „in das Bewusstsein bringen“ so wichtig?

 

Gedanken werden Materie!

Das Gedanken zu Materie werden, sich materialisieren, ist heute breit erforscht: Von der psychosomatischen Medizin, der energetischen Psychologie, über die Quantenmedizin, der Kinesiologie und dem NLP, der gewaltfreien Kommunikation bis zur Unternehmensberatung und dem Postulat des ewigen Wachstums in der Ökonomie.

Jede Richtung beschäftigt sich mit den Gedanken und Ihren Auswirkungen. „Du musst doch eine Idee dazu haben! „ Entscheide dich!“  „Denke dich reich!“ „ Warum negatives Denken krank macht.“ In den Publikationen, Funk und Fernsehen schreit es uns entgegen. Gehen wir ein wenig mehr in die Tiefe, fällt auf, dass in allen Richtungen auch der physische Körper mehr und mehr eine Rolle spielt. Er wird in den Prozess eingebunden oder er ist durch Krankheit selbst der Anlass, sich mit den Gedanken zu beschäftigen. Es wird also davon ausgegangen, das die jeweiligen Gedankenmuster eine direkte Auswirkung auf den physischen Körper haben und damit auch auf unser Wohlgefühl.

„Die moderne Energiemedizin, speziell die Quantenmedizin, 
hat in ihren Forschungen die Annahmen bestätigt, 
dass der Ursprung aller Erkrankungen im menschlichen Bewusstsein zu suchen ist, fast alle Krankheiten rühren von 
einer psychischen Belastung her, einem immerwährenden Gedanken.“ (wikipedia)

„Denk doch einfach mal in eine andere Richtung“, „wenn das so einfach wäre!“ Lebenslange individuelle und Gesellschaftliche Gedankenmuster prasseln auf uns ein. „Kaufen Sie jetzt, zahlen Sie später, wir machen den Rest.“  Den Versprechen und Illusionen zum schnellen Gewinn sind keine Grenzen gesetzt. Dabei ist eine der Hauptillusionen, die verkauft werden, die Isolation des Menschen von anderen Menschen. „ nur du allein kannst es tun,“ „jeder ist seines Glückes Schmied,“ „du bist besser als die anderen,“ und der, der es „nicht schafft“ hat selbst schuld.  Klappe zu, da kann Mann und Frau nichts tun.

Aber stimmt das auch? Kaufen wir das Muster? Oder hat nicht gerade die Kinesiologie ihre Stärke daraus bezogen, eben nicht außenbestimmt zu bleiben, sonders zu lernen, selbstständig zu denken und zu handeln. Kreativ zu leben und nicht das Streben nach Glück allein in den Konsum zu verlagern, In so fern finden wir auch in der Kinesiologie eine mentale Überzeugung, eine Annahme wieder:

 

Jeder Mensch kann sein Potential entfalten und entwickeln

Alles ist mit allem verbunden.

 

Schauen wir uns an, wo wir Gedanken und Bewusstsein explizit in der Kinesiologie wieder finden.

Sogar, wenn wir über Gefühle reden, ist das im Grunde genommen zu einem großen Anteil ein mentaler Prozess, da bei 100% Gefühl ein bewusstes darüber sich austauschen kaum möglich wäre.

Ein-Sicht ist der erste Schritt zur Veränderung

Eine kinesiologische Balance ist umso erfolgreicher, je bewusster alle Prozesse ablaufen und zugelassen werden können – sie also nicht mental zensiert werden. „Das kann nicht sein, das darf nicht sein, das wäre ja superpeinlich ...“

Wir werden aber niemals alle Kombinationen von Denken, Fühlen, Glaubenssystemen, Überzeugungen und die damit verbundenen jeweiligen Körper Erfahrungen aus dem Unbewussten ins Bewusstsein heben können. Da ich nicht „Nicht nicht denken“ kann,  gibt es glücklicherweise einige Fundamente, wie meine Gedanken so wenig Chaos wie möglich anrichten. Deshalb ist die beste Lösung, die Schaltstellen zu finden, die alles andere beeinflussen. Die Schaltstellen, die das Denken und die komplexe Selbststeuerung des Körpersystems miteinander in dynamischer Balance halten sind für mich:

1. Die Motivation

2. Das Mitgefühl  ( für alle Wesen und mich selbst)

Und daraus resultierend Selbsterkenntnis und Selbstbeobachtung (Was tue ich jetzt, was ist eine unbewusste Reaktion auf Ereignisse aus der Vergangenheit), Achtsamkeit und Wahrnehmung (Meine Gefühle und Gedanken, wann werde ich z.B. wütend – was folgt daraus für meine Energie und Körpersystem)

3. Die energetischen Verteilungsmuster ( z.B. Akupunkturmeridiane)

Dazu gehören im weitesten Sinne auch alle kinesiologischen Balancetechniken und die durch sie aufgedeckten Zusammenhänge.
Mit jedem Muskeltest erfahren wir physisch die Auswirkungen unserer Denkweisen auf unser Körper- und Energiesystem!

 

Aus diesen drei Punkten erwachsen sowohl für den Tester als auch für die Klienten die besondere Situation und Begegnung in der kinesiologischen Balance und Beratung. Die Punkte differenzieren sich weiter aus, je nach Grundhaltung und Überzeugung der jeweiligen Anwender.

 

Im Vortrag auf der Kinesiologie Konferenz in Kirchzarten, DE, werden dieses drei Punkte und wie sie sich in verschiedenen Denkmustern weiter konkretisiert und ihre Anwendung auf den Umgang mit Gefühlen in Beispielen weiter ausgeführt.

 

Christiane Wolfes April 2012

 

Quellen

"Finanzkrise und Klimakatastrophe - ein buddhistischer Blick auf globale Fehlentwicklungen"

Karl-Heinz Brodbeck, http://www.khbrodbeck.homepage.t-online.de/

Ökonom und Wirtschaftsethiker. Er ist Professor für Volkswirtschaftslehre, Statistik und Kreativitätstechniken an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt.

 

„Mentale Infrastrukturen“

Wie das Wachstum in die Welt und in die Seelen kam

Harald Welzer, Heinrich Böll Stiftung 2011 Ökologie Band 14

 

„Unsere Gefühle, Schlüssel zu Freude und Glück“

Lama Jigme Rinpoche

2008 ISBN 978-3-00-023813-0

 

http://wikipedia.de/

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