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mohr buehl dachau 070331 08

Volleyball, 2. Bundesliga Herren
Zeitraum: Juli 2007 bis März 2008

Teil II Fallbeispiel Juli 2007 mit C.:

Stress:

Sprechen in großen Gruppen --> kein Ausdruck möglich; Angst, etwas Falsches zu sagen, als dumm zu gelten

 

Hintergrund:

wg. Krieg in Jugoslawien Umzug mit 10 Jahren nach USA, wg. Volleyball 2007 Umzug nach Deutschland

 

Clearing/Vortests:
Selbstrealisation:

Ich bin C. hier und jetzt (-)

Ich bin mein Vater (+)

Der Vater ist C.‘s Führer (+)

 

Ziel:

C. will derjenige sein, der das Team nach oben bringt/führt Zielsatz: Ich bin der Führer („I am the leader“)

 

100 % Bereitwilligkeit, alle Hindernisse loszulassen?

O.K.

 

100% Bereitwilligkeit, den Nutzen aus der Veränderung zu akzeptieren?

 

Stress die Zukunft betreffend:

Volleyball-Camp im August 2007 --> neue Spieler kommen zum Team dazu

Kernaussage:

„Nur wenn C. weiß, was auf ihn zu kommt, kann er sprechen/ sich ausdrücken“ (+)

Stress aus der Vergangenheit, 6 Jahre:

Einschulung - keine Erinnerung - „War wohl schlechte Erfahrung“ - die Erinnerung war aufgrund schlechter Erfahrung gelöscht.

Kernaussagen:

„C. hat keine Erinnerung“ (+)

 

„C. kann sich nicht ausdrücken, weil C. nichts weiß“ (+)

 

„C. ist dumm“ (+)

 

Gegenwart: Kapitän = der Führer/team leader und sagt C. was er wann, wie tun soll --> großer Stress! Muskeltonus erhöht, Schweiß, kalte Hände, Körperhaltung „klein“

 

Kernaussagen:

 

„C. vertraut dem Kapitän/Leader (inner voice/teacher/team leader)“ (-)

 

„beste Führung = Kooperation“ (+)

 

„C. kooperiert mit dem Teamführer/Kapitän“ (-)

 

„C. konkurriert mit dem Teamführer/Kapitän “ (+)

 

Visualisation + Aktion:

Aktion: Rollenspiel

Kapitän korrigiert C.‘s Anweisung an das Team

 

Balance:

TK 1 - Ausrichtungsbalance mit dem Gelben Dreieck

 

Homeplay:

Ausrichtungsbalance 8 Tage lang jeden zweiten Tag

 

Resumee Klient:

C. sagt, er fühle sich nach der Balance absolut „relaxed“. Nach dem Wiederholen der Aktion und nach dem Zurücktesten der Kernaussagen ist er sehr froh, wie gut der Testmuskel reagiert (= kein Stress mehr). Er ist erstaunt darüber, wieviel Stress sich aufgebaut hatte und wie gut dieser gelöst werden konnte. Besonders überraschte ihn, dass er den Zusammenhang von psychischem Stress und sofortiger körperlicher Reaktion beobachten konnte. Dieses „beobachten können“ führt bei ihm zu der Erkenntnis, dass er körperlichen Reaktionen nicht ausgeliefert sein muss.

Er war auch froh, dass ein so „harmloses“ Thema wie Einschulung (und nicht Krieg) aus der Vergangenheit getestet wurde. Umso eindrucksvoller fand er, wie sich diese eine Erfahrung in seinem ganzen Leben immer wieder bemerkbar machte.

Weil der einzige erfolgreiche Ausdruck, der ihm unter Stress blieb Volleyballspielen war, ist er diesem Weg beruflich gefolgt.

Mein Resumee:

C. war sofort interessiert, als der Trainer und ich unser Vorhaben mit der Mannschaft vorstellten. Seine Neigung zu forschen (Studium Kriminologie und Psychologie) unterstützt seinen Drang „der Beste“ zu werden und dafür auch unkonventionelle Methoden auszuprobieren.

Vor der Sitzung war er etwas nervös, aber offen für diese Art Arbeit. Sehr erstaunlich fand ich seine starke körperliche und emotionale Reaktion auf das Rollenspiel (sein trainierter Körper zeigte sofort Stressreaktionen), besonders weil beim Nachtesten im Anschluss an die Balance alles entspannt und geklärt erschien und seine Körperhaltung aufrecht und selbstbewusst war - mit einem strahlendem Lächeln.

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